Interview mit Teilnehmer Raoul Mutter

Sie sind Geschäftsführer der SolidHelp AG, wie sieht ein normaler Arbeitstag bei Ihnen aus?

Jeder Tag und jede Woche sind akribisch geplant, und trotzdem ist der typische Arbeitstag durch Verschiebungen, Umstellungen, unerwartete Zu- oder Absagen geprägt. Unterbrechungen sind die Regel. Mehr als die Hälfte meiner Arbeitszeit verwende ich dazu, das Tagesgeschäft unter Berücksichtigung der Bedürfnisse von Mitarbeitenden, Auftraggebenden und Klientel zu gewährleisten. Der zweitgrösste Teil fällt auf eine Vielzahl von Führungsaufgaben, auf die Zukunftsplanung und auf Beratungen/Coachings. Etwa einen Fünftel meiner Arbeitszeit reserviere ich für Unterbrechungen und unerwartete Änderungen.

 

Aus welchem der bisher absolvierten Module konnten Sie den grössten Nutzen für Ihre Tätigkeit als Geschäftsführer der SolidHelp AG ziehen und weshalb?

Jedes Modul hatte auf mich eine lehrreiche und inspirierende Wirkung. Der Aufbau der Module erlaubte es innerhalb von 2-4 Wochen einen vertieften Einblick in ein Fachgebiet zu gewinnen - und der Frontalunterricht unterstützte mich darin, den Überblick zu behalten. Dabei half mir der Austausch mit Teilnehmenden und Dozierenden und das selbständige Studium der relevanten Literatur. Die Take-home-messages versuchte ich jeweils auf drei Seiten zusammenzuschreiben. Wesentliche Erkenntnisse erschlossen sich mir durch die Gesamtheit der bisherigen Veranstaltung, da sich die Module durch Querbezüge gut ergänzten. Die Module vermittelten abwechselnd quantifizierbares und qualifizierbares Wissen, was mir einerseits Abwechslung und andrerseits Flexibilisierung im Denken einbrachte.

 

Weshalb haben Sie sich für den Studiengang ‘CAS in Unternehmensführung’ als Weiterbildung entschieden?

Studium und Berufstätigkeit haben mich autodidaktisch geprägt. Mein Selbststudium ergänze ich gerne nach dem Grundsatz «always ask an expert». Und da auch Expertinnen und Experten Meinungen haben, ist es selten falsch, sich gleich an mehrere zu wenden. Der Studiengang bietet Gelegenheit sich mit Dozentinnen und Dozenten und berufserfahrenen Kolleginnen und Kollegen aus mehreren Branchen direkt über aktuelle Herausforderungen auszutauschen, was für mich unabdingbar ist. Die UZH ist für mich ein sicherer Wert für fundierte Horizonterweiterung. Im Austausch und in dieser Art der Weiterbildung sehe ich eine Notwendigkeit, um auf eine Zukunft, die wir nicht kennen, wenigstens bestmöglich vorbereitet zu sein.

 

Erzählen Sie uns ein besonderes Erlebnis, dass Sie während einem Modul hatten:

Mir wurde klar, dass man als Unternehmensführer Entwicklungen äusserst genau beobachten - und gleichzeitig mit vielen Unsicherheiten und Annahmen leben - muss. Erfahrungswerte sind auch in Zukunft unersetzlich, während man für Neues mit Vorteil zunehmend offener zu sein hat. Auch wird es wohl immer leichter werden, eine betrieblich notwendige Neuerung zu verschlafen. Hingegen wird es schwieriger, eine geplante Neuerung rasch und adäquat umzusetzen. Es gewinnen weiche Faktoren und (noch) nicht-quantifizierbare Entscheide mehr und mehr an Bedeutung, was die Herausforderung der Führungsaufgaben zusätzlich vergrössern wird.

Wir bedanken uns herzlich bei Raoul Mutter für dieses Interview.